Aareböötle

Es ist des Berners liebstes Hobby und ein unvergessliches Highlight im Sommer: das Aareböötle. Wenn die Temperaturen steigen, pilgern die Hauptstädter in Scharen an die Aare, um sich in ihren Gummibooten den Fluss hinuntertreiben zu lassen.

Eingewassert wird an verschiedenen Orten zwischen Thun und Bern ‒ je nachdem wie lange die Fahrt dauern soll. Auf dem grünen Fluss geht es dann vorbei am Naherholungsgebiet entlang der Aare zurück in die Hauptstadt. Und wenn es zu warm wird, sorgt ein Sprung ins kühle Nass für Abkühlung.

Unterwegs steuern die Gummiboot-Kapitäne und ihre Besatzung immer wieder das Ufer an, um dort eine Pause einzulegen oder an verschiedenen Grillplätzen eine Wurst zu braten.

Einer der beliebtesten Ausstiegsorte ist schliesslich der Flussstrand Eichholz, wo sich Sonnenhungrige, Naturfreunde und Grillmeister treffen, um den Berner Sommer zu geniessen.

  • SLRG Flussregeln

    Doch Vorsicht, die Aare birgt diverse Gefahren. So ist beispielsweise die Uttigenschwelle für ungeübte Schlauchbootfahrer sehr gefährlich. Auch vor Brückenpfeilern, Untiefen, Steinbrocken und Röhren im Wasser ist Vorsicht geboten. Und mit dem Bier stösst man am besten nach einer gelungenen Fahrt mit den Kollegen im Ziel an. Denn viele Unfälle lassen sich auch auf Alkoholkonsum zurückführen…

    Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft Gesellschaft SLRG empfiehlt die Einhaltung der folgenden sechs Flussregeln:

    • Schlauchbootfahrerinnen und Schlauchbootfahrer müssen mit einer Rettungsweste ausgestattet sein
    • Die auf dem Boot angegebene Nutzlast darf nicht überschritten werden
    • Boote nicht zusammenbinden! Sie sind nicht mehr manövrierfähig
    • Unbekannte Flussabschnitte müssen vor der Fahrt zuerst erkundet werden
    • In freie Gewässer (Flüsse, Weiher, Seen) wagen sich nur gute und geübte Schwimmerinnen und Schwimmer
    • Unterkühlung kann zu Muskelkrampf führen. Je kälter das Wasser, umso kürzer sollte der Aufenthalt sein

    Wer sein Boot verliert, sollte dies zudem unverzüglich der Polizei melden, damit nicht unnötige Suchaktionen ausgelöst werden.

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