23. Februar 2018 - 06. Januar 2019 Schöne Berge. Eine Ansichtssache

Die aktuelle Hauptausstellung des Alpinen Museums der Schweiz zeigt 120 Bergbilder aus der Gemäldesammlung des Hauses – von Ferdinand Hodlers Dioramenbildern «Aufstieg und Absturz» bis hin zu unbekannten Werken und Namen, angesiedelt zwischen Kunst und Kitsch.

Die Bilder stammen aus den letzten 250 Jahren. Sie repräsentieren die Bergliebe der Malenden ebenso wie populäre Beziehungsgeschichte, die Menschen und Berge in der Schweiz verbindet. Die Ausstellung fragt nach den Motiven der Malenden und geht unseren Bergsehnsüchten auf den Grund. Weshalb diese Leidenschaft für schöne Berge? Wo wird Schönheit brüchig und wo trifft das Klischee auf die Realität? Zahlreiche Veranstaltungen und Vermittlungsangebote laden spielerisch dazu ein, sich mit eigenen Ansichten und Wahrnehmungsgewohnheiten auseinanderzusetzen. In einem Postkartenbuch mit 40 Gemälden im Kleinformat gibt es die «Schönen Berge» auch zum Mitnehmen.

Tour d’Horizon

Höhepunkte der Kunst stehen in der Ausstellung neben solchen des Kitsches. Die Bildbetrachtung erfährt durch Antoine Jaccouds Hörtext «Schau|Regarde» überraschende Impulse. In zwei Nischen lässt sich die Bergschau durch Fakten zu den Gemälden sowie zum Leben und Wirken der Malenden vertiefen. Im Hodlersaal wird ein fiktiver Monolog von Ferdinand Hodler inszeniert (Schauspiel: Michael Neuenschwander, Text: Antoine Jaccoud). Der Raum bildet den Übergang zu neun Hörstationen mit dokumentarischen Berichten über verschiedene Perspektiven auf die Berge – so etwa von Anna Giacometti, Gemeindepräsidentin von Bregaglia, für die seit dem Bergsturz in Bondo nichts mehr wie früher ist. Ein «Kabinett» zeigt wechselnde Ausstellungen in der Ausstellung und lädt das Publikum zum Mitwirken ein.

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