Luxus am Nil – Spätantike Kleidung aus Ägypten

16. Oktober 2019 ab 14:00 Uhr

Die Ausstellung zeigt teure Stoffe und reich verzierte Gewänder, die vor rund 1'500 Jahren entstanden sind. Im trockenen Wüstensand Ägyptens konnten sie die Jahrhunderte überdauern.

Kostbare Gewänder spielten auch im spätantiken Ägypten, vom 3. bis 8. Jahrhundert n. Chr., eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Mit ihnen konnte man Würde, Rang und Anspruch ausdrücken. Das beliebteste Kleidungsstück war damals die Tunika, ein weites, einfach geschnittenes Gewand, das mit und ohne Ärmel vorkam. Ähnlich wie heute Jeans und T-Shirt trugen es Frauen, Männer und Kinder aus allen Gesellschaftsschichten. Einen luxuriösen Charakter bekam es durch die Kostbarkeit der verwendeten Materialien und Farben. Auch Anzahl und Feinheit der Verzierungen spiegelten den Wert einer Tunika.

Die Ausstellung der Abegg-Stiftung präsentiert mehrere vollständig erhaltene Tuniken, darunter solche aus schwerer Wolle und von imponierender Grösse. Zudem sind Fragmente von Gewändern aus Seide und Leinen zu sehen sowie zahlreiche kleinere Webstücke, die einst als Schmuckbesatz auf Tuniken genäht waren. Mit ihren bunten Ornamenten und reizvollen figürlichen Darstellungen zeugen sie von der Vielfalt der spätantiken Luxuskleider.

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