Logiernächte 2015

07. Januar 2017

Mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses startete das Tourismusjahr 2015 für die Branche mit unsicheren Vorzeichen. Trotzdem konnte Bern mit einem Logiernacht-Total von 714‘000 das zweitbeste Tourismusjahr seiner Geschichte beschliessen. Als einer der Gründe sieht Markus Lergier, Direktor Bern Tourismus, den anhaltenden Boom für Städtereisen, aber auch die gute Angebots- und Servicequalität in Bern. Die aufrichtige Gastfreundschaft gelte es weiter zu stärken.

Markus Lergier, Direktor Bern Tourismus, zeigt sich zufrieden ob der Logiernachtzahl-Entwicklung des vergangenen Jahres. So verzeichnete die Stadt Bern 2015 mit rund 714‘000 Übernachtungen das zweitbeste Resultat in der Geschichte des Berner Tourismus. Im Vergleich zum Rekord-Vorjahr schliesst das Jahr 2015 mit einem Logiernachtrückgang um rund 0.6%. „Dies ist unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein Topresultat, das wir so nicht erwarten durften“, erklärt Markus Lergier. So sei die Anfangs Jahr von der Schweizerischen Nationalbank verkündete Aufhebung des Euro-Mindestkurses eine Herausforderung für die Branche
gewesen, welche die Hotellerie, Gastronomie und weitere Dienstleister der Stadt Bern gut gemeistert hätten, sagt er weiter. Ebenfalls zum leichten Rückgang beigetragen hätten sicherlich die vorübergehenden Schliessungen bzw. verminderten Zimmerkapazitäten aufgrund der Renovationen in den Hotels Astoria (Ibis Styles), Savoy und Ibis, so Lergier.

Aufrichtige Gastfreundschaft im Fokus

Als Grund für das gute Resultat sieht Markus Lergier die hohe Qualität der Produkte und der Dienstleistungen. Für ihn gilt es, noch vermehrt auf diesen Faktor zu bauen. „Externe Rahmenbedingungen wie den starken Schweizer Franken können wir nicht beeinflussen, die Angebots- und Servicequalität hingegen schon“, so Lergier. Dort gelte es, den Hebel weiterhin anzusetzen. „Aufrichtige Gastfreundschaft, die von Herzen kommt – dieses Alleinstellungsmerkmal können wir als Gastgeber mit voller Hingabe selbst erreichen“, erklärt Lergier. Ebenfalls zur Krisenresistenz beigetragen habe der ideale Angebots- und Märktemix, ist er überzeugt. So habe Bern keinen dominanten Monopolmarkt, vielmehr sei die Herkunft der Gäste heterogen, aus den verschiedensten Ländern stammend.

Zuversicht ist angesagt“

Markus Lergier blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Das Jahr 2016 wartet mit einigen Höhepunkten auf“, sagt er. Als Gastgeber der Europameisterschaften im Kunstturnen (25.5.-5.6.2016) und als Etappenort der Tour de France (18.-20.7.2016) kann sich Bern der Welt erneut als Sportstadt präsentieren. Kulturelle Zugpferde werden die Ausstellung „Chinese Whispers“ (19.2.-19.6.2016), das erste gemeinsame Projekt der neuen Dachstiftung „Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee“, sowie der erste UNESCO-Welterbetag der Schweiz (12.6.2016) sein. Höhepunkte im Kongressbereich sind der am 18. Januar erstmals stattfindende „The Spirit of Bern“ im Kursaal Bern sowie die Messe Dental Bern und der SSO Kongress in der BERNEXPO mit 500 Delegierten (9.- 11.6.2016). Ein bedeutender Anlass für den Messeplatz Bern wird die internationale Messe „Swiss Education Days“ sein, die erstmals in Bern stattfindet (8.-10.11.2016). Grosse Chancen für die Destination sieht Lergier mit dem geplanten Bau der neuen Kongress- und Eventhalle „BElive Center“. „Damit würde Bern in eine neue Liga katapultiert und wir könnten vermehrt grosse
internationale Anlässe nach Bern holen“, sagt er. Lergier ist auch überzeugt, dass das Projekt den Grundstein für die Erweiterung von Hotelkapazitäten in der Stadt legen würde.