125 Jahre Bern Tourismus: Auf in eine neue Zukunft

14. Juni 2016

Heute Dienstag fand im Kubus Konzert Theater Bern die 126. Mitgliederversammlung von Bern Tourismus (BET) statt. Im Zentrum der Versammlung stand das Projekt „Bern plus“, das von Alec von Graffenried, Präsident BET, und Gemeinderat Reto Nause, Vorstandsmitglied BET, präsentiert wurde.

Die Mitgliederversammlung hat das Projekt positiv aufgenommen und Beschlüsse zur Umsetzung verabschiedet. Vorgängig referierte Markus Lergier, Direktor BET, über die Notwendigkeit von Kooperationen im Tourismus. Weiter standen Erneuerungswahlen auf dem Programm: Beatrice Imboden, Präsidentin Hotellerie Bern+ Mittelland, gab nach elfjähriger Vorstandtätigkeit ihren Rücktritt. Als Nachfolger wurde Vincenzo Ciardo, General Manager der Bern Messe Hotels AG, gewählt.

Bern plus: Gemeinsam in die Zukunft

Die erste Jahresversammlung von Bern Tourismus nach dem Jubiläumsjahr war der Zukunft gewidmet: In ihren Ausführungen zum Projekt „Bern plus“ zeichneten Alec von Graffenried und Reto Nause das Modell einer völlig neuen Organisationsstruktur.

Gemeinsam mit der Stadt Bern, dem Wirtschaftsraum, Hotellerie Bern+ Mittelland, GastroStadtBern und Umgebung und BERNcity wollen Bern Tourismus und seine Tochtergesellschaft Bern Incoming GmbH zukünftig besser und schlagkräftiger zusammenarbeiten und damit den Weg bereiten für ein integriertes Stadtmarketing. Mit der neuen Gesellschaft „Bern Meetings & Events“ wird eine Dienstleisterin für Verwaltung, Veranstaltungsagenturen und ein Betreiber von Veranstaltungsinfrastrukturen geschaffen, welche Events für Bern akquirieren und bei deren Durchführung unterstützen soll.

Die Tochtergesellschaft Bern Incoming GmbH wird aus Bern Tourismus herausgelöst und Teil der neuen Gesellschaft. Gleichzeitig wird diese mit Bern Tourismus in die neue Holding Bern Welcome eingebracht. Bern Tourismus soll dafür in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Ziel ist es, den Betrieb im ersten Quartal von 2017 aufzunehmen. Die Mitgliederversammlung hat das Projekt mit Interesse zur Kenntnis genommen. Der Vorstand wurde mit der Umsetzung des Projekts beauftragt (siehe Beilage), wodurch der Weg geebnet ist für die Fortsetzung der Projektarbeiten. Mit der Umsetzung des Projekts „Bern plus“ positioniert sich Bern als integrierte Tourismusdestination und entwickelt ein im Schweizer Städtetourismus bisher einmaliges, innovatives Modell.

Kooperationen im Tourismus

„Das Tourismusjahr hat in verschiedener Hinsicht Aussergewöhnliches geboten“, hatte Markus Lergier, Direktor von Bern Tourismus, zuvor ausgeführt, verzichtete aber auf eine detaillierte Aufzählung und verwies auf den Geschäftsbericht. Lergier richtete das Augenmerk seiner Rede auf die Bedeutung der Kooperationen für den Berner Tourismus.

„Ohne diese können wir unsere Aufgabe, das Marketing für unsere Stadt als Tourismus- und Wirtschaftsstandort, nicht erfüllen“, fasste er zusammen. Bereits heute arbeite Bern Tourismus mit Institutionen zusammen, welche das gemeinsame Ziel der Tourismusförderung in Bern verfolgten. Als Beispiele für erfolgreiche Kooperationen nannte Lergier den gemeinsamen Auftritt unter der Dachmarke Bern sowie das Label „typisch Bern“ für die touristische Verankerung des Gewerbes.

Bern kompetent als Hub vermarkten

Die Kooperationen von Bern Tourismus endeten aber nicht bei den Grenzen von Bern, führte Lergier aus. „Eine unserer Hauptbotschaften ist ‚Stay in Bern and discover Switzerland‘“. In enger Zusammenarbeit mit der von Bern Tourismus mitinitiierten BE! Tourismus AG vermarkte man Bern als Tor der Schweiz und rege zu Tagesausflügen im ganzen Kanton bzw. der ganzen Schweiz an. Weiter integriere die touristische Dachmarke Bern mit dem Emmental, Gantrisch, Oberaargau und Laupen auch die umliegenden touristischen Regionen.

Doch die besten Vermarktungskooperationen nützen nichts, wenn das Angebot nicht der Nachfrage entspreche, erklärte Lergier. Deshalb mache sich Bern Tourismus seit jeher für die Angebotsentwicklung in der Stadt und Region Bern stark. Er nannte Beispiele wie das Bern Ticket und die Museum Card für Übernachtungsgäste. Lergier äusserte auch den Wunsch nach einem Kompetenzzentrum für Angebotsgestaltung. „Diese Aufgaben gehören meiner Ansicht nach zu den Kernkompetenzen einer Tourismusorganisation. Wir sind Motivator und Inkubator für Angebotsentwicklung“, sagte er.

Vincenzo Ciardo folgt auf Beatrice Imboden

An der 126. Mitgliederversammlung erfolgte auch die Gesamterneuerungswahl für den Vorstand für die Amtsperiode 2016 bis 2019. Sowohl Präsident Alec von Graffenried als auch die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt. Beatrice Imboden, Präsidentin Hotellerie Bern+ Mittelland und Hotelière des Hotels Bristol Bern, gab nach elfjähriger Tätigkeit im Vorstand von Bern Tourismus ihren Rücktritt. Ihr folgt Vincenzo Ciardo, General Manager Bern Messe Hotels AG.