Bern – UNESCO-Welterbe seit 1983

24. März 2017

Seit 1983 gehört die Berner Altstadt zum UNESCO-Welterbe. Kein Wunder, denn die architektonischen Schätze sind zahlreich und verzaubern auch die Bernerinnen und Berner immer wieder aufs Neue.

Seit dem Gründungsjahr 1191 thront die Schweizer Hauptstadt majestätisch über der Aareschlaufe. Die Stadtentwickler des 12. Jahrhunderts bewiesen ein feines Gespür für die Erbauung einer beeindruckenden Stadt, die heute als eines der grossartigsten und besterhaltenen Zeugnisse mittelalterlichen Städtebaus in Europa gilt. Die Einzigartigkeit des Gründungsplanes widerspiegelt sich in der vorausschauenden, straffen Form und Konstanz.

Die regelmässig angeordneten Gassen sind bis heute unverändert geblieben. Das historische Stadtbild wird von den gut erhaltenen Sandstein-Fassaden, der einzigartigen Dächerlandschaft und den Lauben, wie die Berner ihre Arkaden nennen, geprägt. Elf wunderschöne Figurenbrunnen (16. Jh.) und das gotische Münster runden das eindrückliche Bild ab. All diese Schätze werden vom Aarebogen umfasst, welcher sich wie ein Schutzschild um die Altstadt legt.

Dank dem gebührenden Respekt der Berner gegenüber ihrer Stadtgeschichte und den klaren Denkmalschutz-Vorschriften ist der Erhalt der historischen Stadtanlage möglich. Diese Erhaltungspolitik gilt als vorbildliches Beispiel wie sich eine mittelalterliche Stadtstruktur trotz sich verändernden Bedürfnissen nach Wohn-, Arbeits- und Lebensraum erhalten und entwickeln kann.

Eindrücklich lässt sich die Schönheit des UNESCO-Welterbes von der Kirchenfeldbrücke oder vom Rosengarten überblicken.